Pressemitteilung Nr. 53 vom 11.02.2025 One Billion Rising 2025: Potsdam setzt ein kraftvolles Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen

One Billion Rising vor dem Landtag
© Frauenzentrum
One Billion Rising vor dem Landtag © Frauenzentrum

Am 14. Februar schließen sich Menschen weltweit der Aktion One Billion Rising an, um ein starkes Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen zu setzen. Auch in Potsdam wird an diesem Tag um 17 Uhr vor dem Brandenburger Tor die Choreografie zum Lied „Break the Chain“ getanzt. Unter dem Motto „Tanzen für Gerechtigkeit“ laden das Autonome Frauenzentrum e.V. und das Netzwerk der brandenburgischen Frauenhäuser (NbF) ein. Die Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Potsdam, Claudia Sprengel, beteiligt sich ebenfalls an der Aktion. 

„Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir gemeinsam ein starkes Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen. Wir nehmen durch das Tanzen bewusst Platz im öffentlichen Raum ein und machen sicht- und hörbar, worüber sonst geschwiegen wird. Sich zu bewegen, ist befreiend – es zeigt, dass man nicht dazu verdammt ist, in einer bedrohlichen Situation zu verharren“, sagt Claudia Sprengel. „Ich bin froh, dass durch das Gewalthilfegesetz nun ein Rechtsanspruch auf Beratung und Schutz besteht. Dennoch bleibt der Makel, dass hier nur ein sehr enger Begriff von Frauen verwendet wird, der Transfrauen und nicht-binäre Personen von diesem Schutz ausschließt.“

Als eine von drei bundesweiten Aktionskommunen im „Bündnis gegen Sexismus“ macht sich Potsdam in diesem Jahr stark für die Rechte und den Schutz von Frauen und Mädchen und setzt Initiativen wie „Kein Platz für Sexismus“ um. Darüber hinaus lädt die Gleichstellungsbeauftragte regelmäßig zum Arbeitskreis „Opferschutz“ ein, um die Zusammenarbeit zwischen Hilfs- und Beratungsangeboten in der Stadt zu stärken.

Die Relevanz solcher Maßnahmen zeigt sich auch in der Arbeit des Autonomen Frauenzentrums Potsdam e.V., die das Frauenhaus der Stadt betreibt. Im Jahr 2023 fanden 34 Frauen und 30 Kinder dort Schutz. In der Frauennotwohnung wurden zusätzlich sechs Frauen und sechs Kinder aufgenommen. Aufgrund begrenzter Kapazitäten mussten jedoch auch Frauen an andere Frauenhäuser vermittelt werden.

Hintergrund zur Aktion One Billion Rising

Gemäß einer UN-Statistik werden eine Milliarde Frauen und somit jede dritte Frau, einmal im Leben Opfer von Gewalt. Darauf macht die internationale Kampagne One Billion Rising aufmerksam. Der weltweite Aktionstag gegen Gewalt und für Gleichstellung wurde 2012 von der Künstlerin Eve Ensler initiiert. Mittlerweile beteiligen sich weltweit über 200 Länder. Im Mittelpunkt der Aktion steht der Tanz, der kraftvoll die gemeinsame Forderung nach einem Leben ohne Gewalt ausdrückt. Begleitet wird die Aktion von den zentralen Anliegen der Kampagne: einem gesetzlich verankerten Anspruch auf Schutz und Unterstützung für Betroffene von Gewalt, der Sicherung der Existenz von Betroffenen und benachteiligten Gruppen sowie der konsequenten Vermeidung diskriminierender Darstellungen von Frauen und Männern in den Medien.

 

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