Pressemitteilung Nr. 23 vom 12.01.2012 Umbenennung in "Hiroshima-Nagasaki-Platz"


Heute wurde symbolisch ein neues Schild am "Hiroshima-Nagasaki-Platz" durch den Beigeordneten für Stadtentwicklung und Bauen Matthias Klipp und dem Vorsitzenden des Hiroshima-Platz Potsdam e.V. Uwe Fröhlich enthüllt.

Die Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt Potsdam hatte mit breiter Mehrheit im Dezember 2011 die Umbenennung des vormaligen Hiroshima-Platzes in Hiroshima-Nagasaki-Platz beschlossen. Matthias Klipp: "Damit ist ein weiterer Schritt zur Vollendung des Platzes vollzogen. Ich freue mich, dass der Gedenkort am Hiroshima-Nagasaki-Platz nun fertig gestellt ist. Seit sechs Jahren begleitet die Landeshauptstadt das Projekt."

Der Vorsitzende des Hiroshima-Platz Potsdam e.V., Uwe Fröhlich, betont: "Sowohl hier in Deutschland, als auch international, insbesondere in Japan, hat die Umbenennung des Platzes in "Hiroshima-Nagasaki-Platz" eine hohe Bedeutung. Immer mehr Touristen aus aller Welt besuchen Potsdam und suchen nach dem Ort, wo über den Abwurf der beiden Atombomben unter strengster Geheimhaltung gesprochen wurde. Die beiden Bürgermeister von Hiroshima und Nagasaki blicken auf Potsdam als einen - authentischen Ort - der Weltgeschichte. Im Namen der Mitglieder des Hiroshima-Platz Potsdam e.V. möchte ich mich noch einmal für das Engagement des kürzlich verstorbenen Prof. Dr. Hideto Sotobayashi bedanken. Wir werden sein Vermächtnis bewahren."

Professor Sotobayashi setze sich maßgeblich für ein zentrales Denkmal in der Landeshaupt-stadt Potsdam ein, dass es jetzt am Hiroshima-Nagasaki-Platz gibt. Hideto Sotobayashi hatte in Potsdam erstmals seit dem Atombombenabwurf über sein Schicksal öffentlich erzählt. Er überlebte am 6. August 1945 als 16-jähriger Schüler die Detonation der Atombombe in Hiroshima.

Mit ganzer Kraft setzte sich Hideto Sotobayashi für eine atomwaffenfreie Welt ein. In das Goldene Buch der Landeshauptstadt Potsdam hatte der Physik-Professor bei seinem Eintrag im August 2011 geschrieben: "In der Hoffnung auf eine atomwaffenfreie Welt."
Für seine Vorträge in über 150 Städten hat er im September 2011 den Preis für deutsch-japanische Zusammenarbeit des japanischen Außenministeriums erhalten.